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"Der Krieg ist nichts als ein erweiterter Zwei-kampf. Wollen wir uns die Unzahl der einzelnen Zweikämpfe, aus denen er besteht, als Einheit denken, so tun wir besser, uns zwei Ringende vorzustellen. Jeder sucht den anderen durch physische Gewalt zur Erfüllung seines Willens zu zwingen."
   
Carl von Clausewitz

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Carl von Clausewitz. Sein Name ist mittlerweile zum Synomym für die Kunst des Krieges geworden. Sein unvollendetes Werk Vom Kriege ist der Grundstein der modernen Militärwissenschaft. Er präzisierte die Begriffe von Strategie und Taktik derartig, daß sie zu Instrumenten wurden, die auch über das Kriegshandwerk hinaus Anwendung finden können.

Aus den Schriften

Was ist der Krieg?
(Carl von Clausewitz, Vom Kriege, 1. Buch, 1. Kapitel)
Wir wollen hier nicht erst in eine schwerfällige publizistische Definition des Krieges hineinsteigen, sondern uns an das Element desselben halten, an den Zweikampf. Der Krieg ist nichts als ein erweiterter Zweikampf. Wollen wir uns die Unzahl der einzelnen Zweikämpfe, aus denen er besteht, als Einheit denken, so tun wir besser, uns zwei Ringende vorzustellen.
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Von der Gefahr im Kriege
(Carl von Clausewitz, Vom Kriege, 1. Buch, 4. Kapitel)
Begleiten wir den Neuling auf das Schlachtfeld. Wenn wir uns demselben nähern, so wechselt der immer deutlicher werdende Donner des Geschützes endlich mit dem Heulen der Kugeln, welches nun die Aufmerksamkeit des Unerfahrnen auf sich zieht. Kugeln fangen an, nahe vor und hinter uns einzuschlagen.
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Friktion im Kriege
(Carl von Clausewitz, Vom Kriege, 1. Buch, 7. Kapitel)
Solange man selbst den Krieg nicht kennt, begreift man nicht, wo die Schwierigkeiten der Sache liegen, von denen immer die Rede ist, und was eigentlich das Genie und die außerordentlichen Geisteskräfte zu tun haben, die vom Feldherrn gefordert werden.
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Über den Kulminationspunkt des Sieges
(Carl von Clausewitz, Vom Kriege, 7. Buch, 21. Kapitel)
Nicht in jedem Kriege ist der Sieger imstande, den Gegner völlig niederzuwerfen. Es tritt oft und meistens ein Kulminationspunkt des Sieges ein. Die Masse der Erfahrungen zeigt dies hinlänglich; weil aber der Gegenstand für die Theorie des Krieges besonders wichtig und der Stützpunkt fast aller Feldzugspläne ist, weil dabei auf seiner Oberfläche wie bei schillernden Farben ein Lichtspiel von scheinbaren Widersprüchen schwebt, so wollen wir ihn schärfer ins Auge fassen und uns mit den inneren Gründen beschäftigen.
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Der Krieg ist ein Instrument der Politik
(Carl von Clausewitz, Vom Kriege, 8. Buch, 6. Kapitel)
Wir behaupten dagegen, der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel. Wir sagen mit Einmischung anderer Mittel, um damit zugleich zu behaupten, daß dieser politische Verkehr durch den Krieg selbst nicht aufhört, nicht in etwas ganz anderes verwandelt wird, sondern daß er in seinem Wesen fortbesteht, wie auch seine Mittel gestaltet sein mögen, deren er sich bedient, und daß die Hauptlinien, an welchen die kriegerischen Ereignisse fortlaufen und gebunden sind, nur seine Lineamente sind, die sich zwischen den Krieg durch bis zum Frieden fortziehen.
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Aus den Reflexionen

Strategie und Taktik in der Kriegstheorie Carl von Clausewitz'
von Karl Friedrich Weiland

Der Aufsatz zeigt die Entwicklungsgeschichte und den Inhalt des Clausewitzschen Verständnisses von Strategie und Taktik auf und soll die herausragende Bedeutung seiner Neudefinition dieser Begriffe verdeutlichen.
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